Zum 10.11.2019 endet die 5-jährige Übergangsfrist zur Reduzierung der zulässigen Anzahl von Geldspielgeräten in der Gastronomie, dass heißt, ab dem 10.11.2019 wird die Zahl der Spielgeräte in der Gastronomie auf zwei begrenzt.

Diese Regelung tritt am 10.11.2019, 0.00 Uhr, in Kraft, das 3. Geldspielgerät muss also spätestens am 09.11.2019 aus dem Gastraum entfernt werden. Es genügt nicht ein Spielautomaten auszuschalten, eine Außerbetriebnahme ist demnach nicht ausreichend und es drohen empfindliche Bußgelder für den Aufsteller.

In Gaststätten & Spielhallen gelten strenge Regeln für Spielautomaten

Vermehrte Kontrollen durch Ordnungsämter

Es kursieren viele Gerüchte, dass es ausnahmen gibt, die man alle in das Reich der Fabeln verweisen kann und entsprechen nicht der aktuellen Gesetzeslage. Wer trotzdem ein drittes Spielgerät in seiner Gastronomie betreibt, wird neben den drohenden Bußgeldern auch seine Geeignetheitsbescheinigung für den konkreten Aufstellort gefährden.

Spielautomaten müssen Bedingungen erfüllen

In Deutschland gelten für Spielhallen, Spielotheken und Gaststätten strenge Regeln für die Spielautomaten. 

  • Je angebotenes Spiel in den Automaten muss eine genaue Auszahlungstabelle zu sehen sein.
  • Ein Spieler darf einen Automaten mit maximal 10 Euro aufladen. Gewonnene Beträge dürfen nicht automatisch zum Einsatz gebucht werden.
  • Ein Geldspielautomat muss nach drei Stunden komplett zurückgesetzt werden, der Punkte- und Geldspeicher muss geleert werden und das Gerät muss 15 Minuten pausieren.
  • Spielautomat müssen nach 24 Monate durch einen vereidigten, öffentlich bestellten Sachverständigen auf Kosten des Aufstellers überprüft werden.

Wie viele Automaten dürfen aufgestellt werden?

Das aufstellen von Spielautomaten in Spielhallen, Spielotheken und Gastronomie ist streng Reguliert.

  • In Spielhalle  und Spielotheken dürfen je Konzession maximal 12 Automaten aufgestellt, pro 12 Quadratmeter Fläche darf ein Automat aufgestellt werden.
  • In der Gastronomie dürfen ab 10.11.2019 maximal 2 Spielautomaten aufgestellt werden.

Sind Auszahlungsquoten an Spielautomaten gesetzlich geregelt?

Genau Auszahlungsquoten für Spielautomaten sind nicht mehr gesetzlich geregelt. Nach der aktuellen Spielverordnung von 2014 sind Maximal-Gewinne und Verluste, sowie der durchschnittliche Stundengewinn pro Automat vorgeschrieben.

Bis 2005 war die Regelung so, dass ein Spielautomat im Schnitt mindestens 50 Prozent der Einsätze an den Spieler ausschütten musste. Aktuell wird durch die Aufsteller mit Auszahlungsquoten von über 80 Prozent geworben, hier kommt aber einen Varianz, die in alle Spiele mit einprogrammiert ist dazu. Mit der Varianz wird die Auszahlungsstruktur eines Spielautomaten bezeichnet. Bei den neusten Automaten dürfte der tatsächlichen Werte aber deutlich unter 80 Prozent, wir schätzen die tatsächlich Auszahlungsquote (RTP – Return to Player) ist im Bereich von um die 70 Prozent.

Fazit:

In den Spielhalle, Spielotheken und Gastronomie hat und wird sich einiges verändert, was auf Kosten des Spielspaßes geht. Viele Spieler, die gerne in Spielhallen oder Gaststätten zum Spielen gegangen sind, werden immer mehr Online Casinos besuchen, wo die Spielverordnung für Spielhallen und Gaststätten nicht in gleicher Weise gültig ist.

Statistische Erhebungen der Verbände und Automatenhersteller zeigen, dass 2018 ein Schnitt von 8 bis 13 Euro pro Stunde in einem aktiven Spielautomaten einbehalten wurde. Die gesetzliche vorgesehene Obergrenze von 20 Euro wird deutlich nicht erreicht.

Wir freuen uns auf Fragen und Kommentare von Euch


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